"So kann man es auch machen: Erst ein wichtiger Dichter werden, den keiner kennt und dann langsam mit Prosa beginnen, erst eine Erzählung. dann einen Roman und dann noch einer und schon hat man den Büchner-Preis."
neues deutschland, 24. 7. 2025
"Das Heft fängt übrigens mit einem Auszug aus Lutz Seilers neuem Romanmanuskript an, dem sogleich das Gespräch mit Bernard Banoun folgt ? für mich ist natürlich das Spannendste und Wichtigste, was Seiler als Schriftsteller zu seinem eigenen Handwerk zu sagen hat. Ich stelle mir vor, nachdem ich einiges durchaus Wertvolles und Affirmierendes zu dieser Thematik in TEXT+KRITIK erfahren habe ? auch eben aus erster Hand natürlich ? (. . .)."
Artur Becker, Faustkultur. de, 8. 8. 2025
"'Die Kindgestalt des Textes, seine allererste Form, muss erhalten bleiben, jedenfalls ihre 'naive' Energie, der Impuls, der zum Notieren geführt hat. Insbesondere gilt das für die Gedichte, bei denen die Arbeit ja oft nur mit einer kleinen musikalischen Passage beginnt, mit ein paar Worten und ihrer Lautfolge, die am Anfang wichtiger ist als ihr Inhalt.'
Das alles verrät Seiler in einem Interview aus dem ihm nun gewidmeten Band der Traditionsreihe TEXT+KRITIK, deren Begründer Heinz Ludwig Arnold 2011 verstarb. Aber die Mischung aus Selbstaussagen eines Autors und Fremdeinschätzungen über ihn, aus wissenschaftlicher und feuilletonistischer Prosa sowie manchmal Auszügen aus im Entstehen begriffenen Werken, hat weiterhin ihren Reiz, auch in der relativen Kürze von knapp hundert Heftseiten."
Jan Wiele, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. 12. 2025
"Der Band wird abgerundet mit einem soliden Verzeichnis der Werk- und Forschungsbeiträge. Und aufgemacht mit einem Auszug aus einem Romanmanuskript Lutz Seilers, das neugierig macht. Im Mittelpunkt der siebenseitigen Erzählpartie begegnet Carl, den wir als Protagonisten aus 'Stern 111' kennen, einer 'Fellstiefelfrau' aus Asien, die zwischen Muse und Wahrsagerin schillert und den Erzähler mahnt, 'auf Höhe der eigenen Schatten zu bleiben'. Und natürlich tauchen auch hier, wie könnte es anders sein, vertraute Leitmotive auf: die Hand, das Licht, ein bunter Gürtel ? Geschenk der 'Fellfrau', der in Carls Wohnung zweckentfremdet und dingbewusst im januarkahlen Weihnachtsbaum hängt."
Michael Braun, literaturkritik. de, 16. 12. 2025
"Das Heft fängt übrigens mit einem Auszug aus Lutz Seilers neuem Romanmanuskript an, dem sogleich das Gespräch mit Bernard Banoun folgt für mich ist natürlich das Spannendste und Wichtigste, was Seiler als Schriftsteller zu seinem eigenen Handwerk zu sagen hat. Ich stelle mir vor, nachdem ich einiges durchaus Wertvolles und Affirmierendes zu dieser Thematik in TEXT+KRITIK erfahren habe auch eben aus erster Hand natürlich ( )."
Artur Becker, Faustkultur. de, 8. 8. 2025