Bei where I owned my voice handelt es sich um den zweiten Band der Museum of broken hearts Reihe, den man unabhängig von den anderen Bänden der Trilogie lesen kann. Es geht jedes Mal um ein anderes Pärchen und die Geschichten sind in sich abgeschlossen. Das farbenfrohe Cover zeigt die Protagonisten Toni und Vince, im Hintergrund sind Ausschnitte aus einem Museum angedeutet. Das Ganze ist eher in einem Fliederton gehalten und nur die Figuren stechen mit den anderen Farben hervor. Das finde ich gut gelungen und es passt auch vom Stil her sehr gut zum ersten Teil.
In diesem Band geht es um Toni und Vince, die sich beim Speeddating treffen und sich überhaupt nicht verstehen. Doch dann treffen sie sich auf der Arbeit wieder, denn für das 1-jährige Jubiläum des Museum of broken hearts soll eine Feier auf die Beine gestellt werden. Die Besitzerin des Museums Toni bekommt von ihren Eltern eine helfende Hand zur Seite gestellt, Eventmanager Vince. Kann ihre Zusammenarbeit klappen?
Ich mochte die Geschichte rund um Toni und Vince gerne. Das Buch greift viele wichtige Themen der heutigen Zeit auf eine sensible und authentische Art und Weise auf, wie beispielsweise komplexe Familienstrukturen oder den Umgang mit chronischen Krankheiten. Das ist der Autorin sehr gut gelungen, allerdings hätte ich mir gerade zur Thematik der Endometriose noch ein wenig mehr und ausführlichere Infos gewünscht, wie ihre Familie beispielsweise damit umgeht oder wie sehr die Krankheit sie schon geprägt hat. Die Geschichte wird aus den zwei Perspektiven der beiden Protagonisten erzählt. Einerseits Toni, die in ihrer Familie als Little Miss Sunshine gilt, und Toni, der zunächst eher der grumpy Typ ist, doch mit der Zeit auftaut und auch andere Seiten von sich zeigt. Ich mochte, wie sich die Beziehung der beiden entwickelt hat, es wirkte realistisch und man konnte die Entwicklung ihrer Gefühle nachvollziehen. Die Autorin hat einen flüssigen und lockeren Schreibstil, sodass man die Geschichte gerne liest, schafft es aber auch die Emotionen miteinzubinden, was der Geschichte eine gewisse Tiefe verleiht. Ich habe mich auch gefreut, die Charaktere aus Band 1 wieder zu treffen und zu sehen, wie sie sich weiterentwickelt haben.
Insgesamt mochte ich die Geschichte rund um Toni und Vince gerne, sie ist authentisch und definitiv lesenswert.