Kater Garv geht es gut: er lebt bei einem kleinen Mädchen, das ihn hingebungsvoll liebt und verwöhnt. Wäre da nicht der Vater, der Garv nicht leiden kann und ihn ständig malträtiert. Und wäre da nicht die Freundin des Vaters mit ihrer Katzenallergie, die Garv hasst und dies auch auf brutale Weise zeigt. Ein süßer kleiner Hund wäre doch eigentlich viel besser als Haustier geeignet, oder? Also wird Garv aussortiert und gerät auch bei Alessa schnell in Vergessenheit wie ein abgeliebtes Spielzeug. Doch Garv, gequält, vernachlässigt und an der Schwelle zum Hungertod, bekommt von unerwarteter Seite Unterstützung - und sinnt schon bald auf blutige Rache. Diese unglaubliche Mischung aus Animal, Body und Revenge Horror ist wahrlich nichts für schwache Nerven, aber ein echtes (Gore) Fest für alle Horrorfans. Und das nicht einfach nur um des Effekts willen, trägt die Geschichte doch eine wichtige Botschaft an die Leserschaft heran. Somit ist dies nicht nur eine erschreckende Horrorgeschichte, sondern auch ein flammender Appell für Tierrechte und gegen Tierquälerei. Auf eindringlichste und sehr explizite Weise beschreibt der Autor das Geschehen, und alleine die genial bildhafte Schreibweise macht das Lesen zu einem echten Vergnügen - beim Inhalt fühlt sich dieses Wort irgendwie falsch, ja fast pervers an, aber trotzdem habe ich jede Zeile dieses Buches verschlungen und Garv am Ende zugejubelt, als er die wahren Monster, natürlich wieder einmal die Menschen, ihrer verdienten Strafe zuführt. Dass das Buch aus der Sicht des Katers erzählt wird, gibt dem Geschehen zudem eine ganz neue Perspektive und regt zum Nachdenken darüber an, was in unseren tierischen Mitbewohnern vorgeht, was sie fühlen und wie sie die Welt wahrnehmen. Fazit: Ein unglaublich intensiver Höllenritt, für den man einen starken Magen und noch stärkere Nerven braucht. Ich werde der Animal Lane definitiv einen weiteren Besuch abstatten!