Wo das Licht die Wellen berührt hat mich mit seinem Cover gecatcht und auf das Buch aufmerksam gemacht. Durch die Blautöne erinnert es an das Meer und auch der Schriftzug mit dem Titel passt sich harmonisch in das Bild ein.
Es geht um June, die Musicaldarstellerin ist und kurz davor steht, auf einer der bekanntesten Bühnen der Welt zu performen. Sie bereitet sich gemeinsam mit ihrer Mutter intensiv auf ein Casting in London vor. Bei ihrer letzten Show ihres aktuellen Musicals in Berlin bricht sie erschöpft auf der Bühne zusammen und ihr Vater schickt sie kurzerhand zu ihrer Oma und ihrem Cousin Finn an die Nordsee nach Föhr. Zunächst hält June wenig von dem Plan, zumal es auf der beschaulichen Insel eher gemütlich zugeht und sie als quirlige Großstädterin eher etwas anders gewohnt ist. Dort trifft sie auch auf Finns besten Freund Nick, der den ganzen Touristen auf der Insel nichts abgewinnen kann und die Ruhe des Meeres sehr schätzt. Nach und nach lernen sich die beiden trotzdem näher kennen und sie nähern sich an. Und auch June fühlt sich auf der Insel immer wohler. Doch was ist mitihrem Traum? Und kann June mit ihrer positiven Art Nicks hohe Schutzwälle durchbrechen?
Die Geschichte von June und Nick hat mir sehr gut gefallen. Erzählt wird die Geschichte aus beiden Perspektiven, sodass man die beiden sehr gut kennenlernen kann und auch ihre Gedanken und Emotionen mitbekommt. Diese werden auf eine berührende Art und Weise transportiert, sodass man sie nachempfinden und sich mit den Protagonisten identifizieren kann. Ihre Entwicklung, beide individuell, aber auch gemeinsam, wirkte authentisch und man konnte nachvollziehen, wie sich die Träume der beiden verändern, aber auch weiterentwickelt haben. Zusätzlich dazu ist mir das Setting sehr positiv in Erinnerung geblieben. Die Nordseeinsel Föhr wird hier in seinen zahlreichen Facetten dargestellt, die Autorin beschreibt die Schauplätze sehr detailliert und bildhaft, sodass man sich vorkommt, als wäre man selbst auf der Insel unterwegs und spüre den Wind im Haar und den salzigen Geruch des Meeres in der Nase. Ein Setting, an dem man sich pudelwohl fühlt und, das das Fernweh nach dem Meer in mir weckt.
Insgesamt also ein Buch das mich sehr gut unterhalten konnte, weshalb ich 4,5 Sterne und eine Weiterempfehlung vergebe.