Uns trägt die Hoffnung hat mich wirklich tief berührt. Ich hatte schon hohe Erwartungen an den zweiten Band der Dresden Saga, aber wie intensiv und emotional die Geschichte weitergeht, hat mich trotzdem überrascht.
Man ist direkt wieder mittendrin und begleitet Lotte durch eine Zeit voller Verlust, Angst und Unsicherheit. Die Zerstörung Dresdens, das Leben in Trümmern und diese ständige Frage, wie es weitergehen soll, sind so eindrücklich beschrieben, dass man beim Lesen richtig mitfühlt.
Besonders schön fand ich, dass nicht nur die historischen Ereignisse im Vordergrund stehen, sondern vor allem die Menschen dahinter. Die Figuren wirken alle sehr echt, mit ihren Zweifeln, Hoffnungen und auch Fehlern. Man kann ihre Entscheidungen gut nachvollziehen, selbst wenn sie nicht immer leicht sind.
Was das Buch für mich aber wirklich besonders macht, ist die Tiefe. Es geht um viel mehr als nur eine Geschichte. Themen wie Vergebung, Glaube, Zusammenhalt und Neuanfang ziehen sich durch alles und geben dem Ganzen nochmal eine ganz andere Bedeutung.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, sehr bildhaft und emotional, ohne übertrieben zu wirken. Man kommt schnell rein und möchte eigentlich gar nicht aufhören. Und selbst danach bleibt noch einiges im Kopf hängen.
Für mich ist das ein Buch, das einen nicht nur während des Lesens bewegt, sondern auch danach noch begleitet.