Die Ausgangslage im Buch Moorgold hat mir gut gefallen. Im Grenzgebiet wurden durch die Vertriebenen damals viele kleine, private Schätze im Wald versteckt, in der Hoffnung sie eines Tages wieder zu holen. Es werden Gebeine in den Bergen freigelegt, die 30 Jahre alt sind und vermutlich einem Schatzsucher gehörten. Auch wird aktuell ein alter Leierkastenmann ermordet gefunden, der mit seinem Sohn im Grenzgebiet wohnte. Klingt alles sehr interessant und die Atmosphäre ist auch toll beschrieben im düsteren Wald, wenn die Äste knacken oder das alte, dunkle Haus des Puppenspielers voller Puppenfiguren.
Aber leider hat mir der Schreibstil nicht zugesagt, da er merkwürdig altbacken klingt und sich auch oft wiederholt. Zu genau werden alttägliche Dinge und Gedankengänge der Ermittler beschrieben, die nicht zur Spannung beitragen sondern diese eher ausbremsen. Auch fand ich merkwürdig, dass Annalena ihren Ermittlerfreund Lorenz mit Sie anspricht, dieser sie jedoch duzt. Auch überlegt sie ständig, was er jetzt bei den Ermittlungen als nächstes tun würde. Kann man ja einmal machen aber doch nicht dauernd.
Schade, aus der guten Ausgangslage hätte man einen besseren Krimi machen können.