Rechtsmedizinerin Dr. Berthe Saunier wird unerwartet als Geburtshelferin gebraucht. Dabei erfährt sie, dass die Leiche des kürzlich verstorbenen Onkels ihres Gemüsehändlers verschwunden ist. Berthe beginnt, sich mit dem ungewöhnlichen Fall zu beschäftigen.
"Madame Mort und der tote Onkel" ist der Reihenauftakt rund um die Pathologin Dr. Berthe Saunier, die in der Provence ermittelt.
Ich hatte Lust auf einen Krimi in der Provence, denn Frankreich gehört einfach zu meinen liebsten Settings. Mit "Madame Mort und der tote Onkel" bin ich in eine neue Reihe rund um die Pathologin Dr. Berthe Saunier gestartet, und auch wenn mich nicht alles gleichermaßen überzeugen konnte, hatte ich insgesamt unterhaltsame Lesestunden.
Berthe fand ich von Anfang an sympathisch. Sie liebt ihren Beruf und ihren Mann César, auch wenn die beiden nicht immer einer Meinung sind. Als die Leiche des kürzlich verstorbenen Onkels ihres Gemüsehändlers aus dem Beerdigungsinstitut verschwindet, macht Berthe sich auf die Suche nach dem Toten. Ein ungewöhnlicher Fall, der mich neugierig gemacht hat.
Für einige richtig witzige Momente sorgte vor allem Berthes Ehemann César. Ich musste beim Lesen immer wieder lachen, denn César scheint mit Vorliebe genau das Gegenteil von dem zu machen, was Berthe gerne hätte. Die beiden bringen damit eine herrlich humorvolle Dynamik in die Geschichte. Aber auch Berthe selbst gerät immer wieder in brenzlige Situationen, die nicht selten auf eine ziemlich komische Art enden. Gerade diese Mischung aus Krimi und Humor hat mir gut gefallen und die Geschichte schön aufgelockert.
Ein wenig gewöhnungsbedürftig waren für mich allerdings die Gespräche zwischen Berthe und dem Skelett Hugo. Mit diesen Szenen konnte ich nicht ganz so viel anfangen, auch wenn sie sicherlich ihren eigenen Charme haben. Das ist aber eher eine persönliche Geschmackssache und hat mir den Lesespaß nicht grundsätzlich genommen.
Der Schreibstil von Pierre Lagrange ist lebendig, angenehm und gut verständlich. Ich bin gut durch die Seiten gekommen und mochte besonders, dass neben dem Kriminalfall auch der Humor nicht zu kurz kommt. Insgesamt bietet die Geschichte eine unterhaltsame Mischung aus Ermittlungen, sympathischen Figuren und amüsanten Situationen. Und natürlich hat auch das Setting einen Pluspunkt verdient. Die Provence ist für mich einfach ein Wohlfühlort zwischen den Buchseiten, und ich mag es sehr, wenn Krimis in Frankreich spielen.
Fazit: Ein unterhaltsamer Reihenauftakt mit einer sympathischen Pathologin, jeder Menge Provence-Flair und einigen wirklich lustigen Momenten. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und freue mich auf ein Wiedersehen mit Berthe und den anderen.