Franziska Jebens hat hier ein Buch geschrieben, was man nicht einfach nur liest, sondern was man fühlt.
Es ist definitiv eine Geschichte, die entschleunigt und zum Durchatmen einlädt.
Schon von Beginn an hat mich ihr unglaublich bildhafter Schreibstil begeistert. Die wilde Insel, das türkisfarbene Wasser der Ägäis, die Natur und dieses Gefühl von Freiheit wurden so wunderschön beschrieben, dass ich beim Lesen das Meer förmlich vor Augen hatte. Ich konnte komplett in dieser besonderen Atmosphäre versinken.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Ruhe, die dieses Buch ausstrahlt. Es passiert nicht ständig etwas Großes und Spektakuläres. Genau das war für mich die Stärke der Geschichte. Es ist ein Buch zum Runterkommen, zum Innehalten und zum Abschalten.
Die Reise der Protagonistin zu sich selbst fand ich sehr berührend. Sie lässt ihr bisheriges Leben hinter sich und begibt sich an einen Ort, an dem plötzlich andere Dinge wichtig werden. Durch Hera und ihre naturverbundene,m und freie Lebensweise bekommt sie eine ganz neue Perspektive auf das Leben und auf sich selbst. Dabei geht es nicht darum, alle Antworten zu finden, sondern darum, wieder zu spüren, was einem selbst eigentlich guttut.
Besonders schön fand ich die vielen kleinen Gedanken und Botschaften, die sich zwischen den Zeilen verstecken. Das Buch lädt dazu ein, über das eigene Leben nachzudenken. Darüber, was wir wirklich brauchen und wann es vielleicht Zeit ist, einen neuen Anfang zu wagen.
Franziska Jebens hat hier für mich eine kleine Auszeit zwischen zwei Buchdeckeln geschaffen. Ein Roman, der nach Sonne, Meer und Freiheit klingt und gleichzeitig etwas ganz Ruhiges und Beruhigendes in sich trägt.
Für mich ein absolutes Wohlfühlbuch und die perfekte Lektüre, wenn man dem Alltag für einen Moment entfliehen, zur Ruhe kommen und einfach die Seele baumeln lassen möchte.