Das Buch ist auch wieder aus der Ich-Perspektive von Jadina und Kayden geschrieben. Jedoch liegt der Schwerpunkt bei Jadina, da man Teil ihrer Reise ist und miterlebt, wie sie über sich hinauswächst. Der Schreibstil ist auch wieder fesselnd, mitreißend, bildhaft und es lässt sich super angenehm lesen.
Das Worldbuilding erreicht im vierten Teil seinen Höhepunkt. Die endlose Wüste, die einem das Gefühl von Einsamkeit vermittelt. Die uralten Städte, die fest zur Magie gehören. Die Welt steht vor einem Umbruch und die Hierarchien werden sich verändern. Die Magie der Drachen, Drachenreiter, Jäger und göttliche Einflüsse runden das Geschehen ab.
Der finale Teil knüpft direkt an den Cliffhanger von Band 3 an.
Jadina erreicht eine Stärke in ihrer Entwicklung, die sich greifbar anfühlt. Sie akzeptiert ihre Führungsrolle und lebt diese. Sie kontrolliert ihre Magie und lernt diese präzise zu nutzen und nicht nur zu reagieren. Sie wird durch ihre Taten zu einer rechtmäßigen Herrscherin.
Kayden durchlebt eine ähnlich starke Entwicklung. Er lernt sich selbst zu vergeben, was ihn enorm stabilisiert. Die Ebenbürtigkeit zu Jadina macht ihn stark und mächtig. Und er gewinnt seinen inneren Krieg.
Gemeinsam werden sie eine unaufhaltsame Kraft. Die eine findet ihre Stärke und der andere seinen Frieden.
Ich fand den finalen Teil auch sehr gut, jedoch war es für mich am Ende doch leider auch der schwächste Teil. Das Ende kam mir zu schnell. Es war für mich mitten im Geschehen und dann war es auch schon vorbei. Innerhalb von 3,5 Bänden hat man dem Ende dem Krieg entgegengefiebert und dann war er gefühlt in zwei Wimpernschlägen vorbei. Dennoch ist es eine sehr empfehlenswerte Reihe.
Es geht um Schicksal, persönlichem Schmerz, Widerstand und Unterdrückung, Neuanfang und Vergebung sowie Liebe als Anker.
Fazit: Actionreiches Finale einer fantastischen Reihe.