
Die Sichtbarkeit und Teilhabe der sich emanzipierenden Arbeiter*innen war ein Streitthema in der jungen Demokratie der Weimarer Republik. Autor*innen nutzen das literarische Feld, um neue Schreibweisen auszuprobieren und in die bürgerlich geprägte Öffentlichkeit zu intervenieren. Andrea Schütte fokussiert auf Dramatiker*innen, die über die Intervention durch Streik schreiben und neue Ausdrucksformen der Solidarität verhandeln, literarische Reportagen, die ironisch Herrschaftskritik äußern und den unteren sozialen Schichten Anerkennung verschaffen, und literaturtheoretische Ansätze, die die soziale Frage ins Material und dessen Anordnung verlegen: vermittelt, aber doch deutlich.
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