
Das »Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung« von 1939 prägt bis heute die Regulierung nicht-ärztlicher und psychotherapeutischer Heilpraxis in Deutschland. Die Beiträger*innen analysieren die Entstehung, die politische Einbettung und die langfristigen Wirkungen dieses Regelwerks. Dabei beleuchten sie aus historischer, juristischer und sozialgeschichtlicher Perspektive die Konflikte um Kurpfuscherei, Professionalisierung, staatliche Kontrolle sowie die Entwicklung von heilkundlich tätiger Psychologie. Das Heilpraktikergesetz erscheint dabei als wandelbares Ordnungsinstrument mit nachhaltiger Wirkung.
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