Diese sechs Erzählungen geben Einblick in das Schaffen des jungen Wilhelm Raabe. In Paris findet ein italienischer Vagabund zur Zeit des höfischen Absolutismus die Formel, mit der er Metall in Gold verwandeln kann, jedoch kein dauerhaftes Glück. In Magdeburg verliebt sich Mitte des 16. Jahrhunderts ein junger Student aus Wittenberg in eine verlobte Katholikin, die ihm den Verstand zu rauben scheint. Und in einer an Berlin erinnernden, namenlosen Stadt werden zwei punschtrinkende Berufsschreiber von Weihnachtsgeistern heimgesucht, die ihnen gesellschaftliche Missstände aufzeigen. In seinen frühen Erzählungen skizziert Raabe unterhaltsam und gesellschaftskritisch Klassenunterschiede, Selbstoptimierungszwänge und biographische Brüche, die das Leben von Adeligen, Söldnern und Künstlern prägen. Er verknüpft historische und populäre Stoffe mit gesellschaftlichen Krisen der eigenen Gegenwart und legt so den Grundstein seiner schriftstellerischen Karriere.