Wilhelm Raabe (1831-1910) gilt als kanonischer Autor des 19. Jahrhunderts. Ein spannungsreiches Verhältnis zum programmatischen Realismus sowie zum Lesepublikum seiner Zeit bestimmte sein Leben und Schreiben. An seinen Romanen und Erzählungen fasziniert bis heute ihr experimenteller Charakter.
Natalie Moser habilitierte sich 2025 an der Universität Potsdam, wo sie seit 2016 als wiss. Mitarbeiterin und zeitweise als Vertretungsprofessorin tätig war. Sie studierte in Basel und München Germanistik und Philosophie, promovierte in Basel zu Wilhelm Raabes Prosa und forschte am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin zur Ende-Thematik in Literatur und Literaturwissenschaft.
Veröffentlichungen u. a. : Stadt - Land. Aushandlungen einer markanten Differenz in Literatur und Gesellschaft der Gegenwart (Mithg. 2025); Zukunft - Zukunftswissen - Zukunftsästhetik. Reflexionen des Kommenden in der Literatur des 19. Jahrhunderts (Mithg. 2024); Daniel Kehlmann und die Gegenwartsliteratur. Dialogische Poetik, Werkpolitik und Populäres Schreiben (Mithg. 2020); Die Erzählung als Bild der Zeit. Wilhelm Raabes narrativ inszenierte Bilddiskurse (2015).