
Mit der CRISPR-Cas9-Technologie ist die Möglichkeit, vorgeburtlich Änderungen am Erbgut zukünftiger Personen vorzunehmen, technisch näher gerückt. Sollten derartige Eingriffe in liberalen Demokratien erlaubt werden? Und wie führt man solche Debatten in weltanschaulich pluralen Gesellschaften? Vertreter einer sogenannten "liberalen Eugenik" argumentieren im Anschluss an den politischen Liberalismus von John Rawls für die Zulässigkeit vorgeburtlicher Eingriffe in das Erbgut. Die Studie setzt sich kritisch mit der "liberalen Eugenik" auseinander und rekonstruiert Konturen eines komplexen Freiheitsbegriffs, der die körperliche und soziale Dimension von Freiheit ausbuchstabiert und die öffentliche Debatte über Keimbahneingriffe informieren kann.
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