Paradoxerweise ist die grüne Energiewende die größte Bedrohung für unsere globale Lebensmittelversorgung. Fast der gesamte elementare Schwefel, der für die Herstellung von landwirtschaftlichen Düngemitteln absolut unverzichtbar ist, fällt derzeit als billiges "Abfallprodukt" bei der Entschwefelung von Erdöl und Erdgas an.
Was passiert, wenn die Welt auf fossile Brennstoffe verzichtet? Die "Schwefel-Krise" beleuchtet einen makroökonomischen Albtraum: Wenn wir aufhören, Öl zu raffinieren, bricht die weltweite Produktion von Schwefelsäure sofort ein. Ohne Schwefelsäure können wir keinen Phosphordünger herstellen, was einen katastrophalen Einbruch der globalen Ernteerträge zur Folge hätte. Die Industrie steht vor dem milliardenschweren, extrem teuren Problem, elementaren Schwefel wieder mühsam und energieintensiv direkt aus der Erde abbauen zu müssen.
Dieses brillante Wirtschaftsbuch dekonstruiert die versteckten Symbiosen unserer Lieferketten. Es beweist, dass der Ausstieg aus fossilen Energien einen Dominoeffekt auslöst, der direkt unsere Supermarktregale trifft.