Das Brettspiel Senet aus dem Grab des Tutanchamun zeigt, dass Spiele die Menschheit seit Jahrtausenden begleiten. Im Spiel erwirbt der Mensch von klein auf soziale oder
kognitive Kompetenzen und eignet sich Geschichtsbilder und Wertvorstellungen an.
Dieser Band erschließt analoge Spiele (Brett- und Kartenspiele) als Quellen und Darstellungen für den Geschichtsunterricht. Er bietet nach thematischen Schwerpunkten
geordnete Arbeitsaufgaben an. Themen sind beispielsweise die wechselhafte Geschichte des Glücksspiels, spielerische Propaganda oder Geschichtskultur auf Spielplätzen.
Alles nur ein Spiel? Mitnichten, denn Spiele sind mehr als bloßer Zeitvertreib!
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Spiel und ich meine Brettspielbiografie
2. Über Spiele nachdenken
3. Analyseschema analoge Spiele
4. Kulturgut Spiel im Alltag
5. Historische Spieltheorien
6. Spiele in Quellen
7. Historische Brettspiele spielen
8. Spielplätze
9. Das Spiel als Denkmal. Das Denkmal als Spielplatz.
10. Ein Spieler ist nicht Gottes Kind Geschichte des Glückspiels
11. Spiele und ihre Werte ein Längsschnitt
12. Spiel und Propaganda
13. Puerto Rico (de-)kolonialisieren
14. Postkoloniales Gegenspiel? Spirit Island
15. An der Grenze des Spielbaren?
16. Frauendarstellungen in Spielen
17. Geschichte machen` mit 4X-Games?
18. Einige Anmerkungen zur Verwendung von Spielen im Unterricht
19. Spiele selbst entwerfen