
Bei konfessionsverschiedenen Ehen im Hochadel galt die Konversion der Braut lange als Regelfall - so zumindest die gängige These der Frühneuzeitforschung. Ein umfangreiches Quellenstudium zeichnet jedoch ein anderes Bild: Fürstliche Ehen, in denen beide Partner ihrer Konfession treu blieben, waren deutlich häufiger als bislang angenommen. Doch wie ließen sich solche Verbindungen trotz religiöser Gegensätze absichern? Anhand dynastischer Eheverträge und prominenter Beispielfälle zeigt Tobias Kindel, welche Konflikte konfessionsverschiedene Eheschließungen hervorriefen und mit welchen Sicherheitsmaßnahmen man versuchte ihnen zu begegnen.
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