
Eine intrigante Witwe, eine verarmte Pfarrerstochter und ein Seebad voller eingebildeter Kranker: Jane Austens Werke neben den großen Romanen, mit "Lady Susan", den Fragmenten "Die Watsons" und "Sanditon", dem satirischen "Entwurf eines Romans" und Gedichten.
Schon bevor sie "Stolz und Vorurteil" schrieb, versuchte sich Jane Austen an einem bissigen Briefroman. Und noch nach "Emma" begann sie einen Roman, den sie nicht mehr vollenden konnte. Dieser Band versammelt die Werke, die zwischen und neben den sechs großen Romanen entstanden sind, und zeigt eine Austen, die viele Leserinnen und Leser noch nicht kennen.
Es handelt sich um Werke, die zu ihren Lebzeiten nie gedruckt wurden: einen frühen Briefroman, zwei unvollendete Romane, eine Satire und einige Gelegenheitsgedichte.
Lady Susan ist ein Briefroman um eine schöne, berechnende Witwe, die Liebhaber, Verwandte und die eigene Tochter mit Charme und Kälte nach Belieben lenkt. Sie ist Austens einzige Heldin, die vor keiner Intrige zurückschreckt.
Die Watsons erzählt von Emma Watson, die nach Jahren bei einer wohlhabenden Tante in ihre verarmte Familie zurückkehren muss. Zwischen Ballsaal, Mitgiftsorgen und Geschwisterneid entfaltet sich ein Romanfragment von ungewöhnlich ernstem Realismus.
Sanditon schrieb Austen in ihrem Todesjahr 1817. Es ist eine spöttische Komödie um ein aufstrebendes Seebad, drei Geschwister, die sich für schwer krank halten, und einen Baronet, der sich für einen gefährlichen Verführer hält.
Den Abschluss bildet der Entwurf eines Romans, Austens bissige Antwort auf die gut gemeinten Ratschläge, wie sie ihren nächsten Roman schreiben solle. Dazu kommen einige leichte Gedichte voller Wortwitz.
Die Verse sind in dieser modernen Neuübersetzung von Anne Maifeld gereimt nachgedichtet, sodass Austens Sprachwitz auch auf Deutsch erhalten bleibt.
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