Kühn, enthusiastisch und zugleich ungemein präzise, entgegen dem Zeitgeist und dabei Neues prägend, scheinbar Gegensätzliches verbindend paradigmatische Texte Horst Bredekamps, kritisch gewürdigt von Wegbegleitern.
Horst Bredekamp, Matrose, Kunsthistoriker, Museumskurator, leidenschaftlicher Hochschullehrer, vielfach mit höchsten Auszeichnungen bedachter Forscher, erfolgreicher und in viele Sprachen übersetzter Autor, Gründungsintendant des Berliner Humboldt Forums und nicht zu vergessen unverwüstlicher Amateurfußballer: Seine Vita ist so prall gefüllt, als müssten es drei Leben sein.
Der Band sammelt 22 Aufsätze. Sie bezeugen nicht nur die schier unfassbare Vielfalt an Themen von der Antike bis zur Gegenwart, mit denen Bredekamp sich auseinandersetzt. Sie lassen die Widerständigkeit ahnen, mit der es ihm gelingt, Verblüffendes zu entdecken und unterschiedlichste Disziplinen zu verbinden, so zum Beispiel Naturwissenschaft mit Bildwissenschaft. Und sie zeigen die Akribie, mit der er seine Gegenstände durchdringt und zur Theoriebildung gelangt, so in seinem zentralen Begriff »Bildakt«.).
Die Texte werden von je zwei Personen kommentiert. So entsteht ein vielgestaltiges Bild davon, wie klar und kontrovers, wie bahnbrechend und zukunftsweisend die Arbeiten Horst Bredekamps sind.