Kompromisslos & RABENSCHWARZ
Es gibt in Deutschland keine Handvoll Kabarettisten seiner Klasse. Georg Schramms Figuren sind hintergründig-hinterhältige Charakterstudien, seine Präzision ist unerreicht, sein kompromisslos-rabenschwarzer Witz gerühmt und gefürchtet. Seine beeindruckende Bühnenpräsenz und sein langjähriges Mitwirken im »Scheibenwischer« bescherten ihm eine große Fangemeinde. Seit Januar 2007 verkündet er gemeinsam mit Urban Priol monatlich live »Neues aus der Anstalt« im ZDF. Sein erstes Buch ist eine Deutung der Zeit zur rechten Zeit.
Böser geht¿s nicht, aber brillanter auch nicht.
Lothar Dombrowski, die Paradefigur von Georg Schramm, ist unversöhnlich, nachtragend und wütend. Also all das, was wir in unserem großkoalitionär regierten Land dringend brauchen. Seine Texte lesen sich wie Aufrufe zum Widerstand:
»Genau genommen fordern wir nicht Wahrheit sondern Wahrhaftigkeit! Den Unterschied kann das ach so gemeine Wahlvolk zwar nicht definieren, aber spüren.«
LOTHAR DOMBROWSKI
In LASSEN SIE ES MICH SO SAGEN führt Georg Schramm anhand der Kabarett-Texte für Oberstleutnant Sanftleben, den Sozialdemokraten August und andere Figuren durch zwanzig Jahre Geschichte der Republik. Die Texte sezieren in entlarvenden Charakterstudien den deutschen Volkskörper und holen weit weg geglaubte politische Inhalte mitten ins alltägliche Leben, ins Private eines jeden Lesers. Erstaunlich, welch hohe Aktualität die alten Texte haben, wie sich der Bogen zu ganz frischen Texten spannt und welche Aussagekraft über den Stand der Dinge im Zusammenspiel entstehen
Inhaltsverzeichnis
1;Inhaltsverzeichnis;8 2;1 Rechtfertigung;12 3;2 Standortsuche;16 4;3 Preuße sein eine Geisteshaltung;41 5;4 Anmerkungen zur Revolution 1848;50 6;5 Oberstleutnant Sanftleben und der Krieg;67 7;6 Clausewitz und das Innovative am Balkankrieg;89 8;7 Der Sozialdemokrat eine aussterbende Spezies;104 9;8 Der Scheibenwischer ;128 10;9 Das Volk braucht nicht viel;160 11;10 2005 Schicksalsjahr und Schicksalswahl;183 12;11 Auf ein Neues aus der Anstalt ;202 13;12 Man muss an die Gesundheit denken;211 14;13 Das Alter naht;236 15;14 Von der Diskussion zur Agitation;250 16;Das letzte Kapitel;267