Schon ganz gespannt habe ich auf den 4. Band der ,, Blumentöchter-Saga " von Tessa Collins gewartet, nachdem ich die vorherigen Teile mit großer Begeisterung gelesen habe. Auch wenn jeder Teil ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann, macht es viel größere Freude alle zu kennen und so tiefer in die bewegte Familiengeschichten einzutauchen.
Nach der Spurensuche mit Dalia in Mexico, Soley auf Island und Lali in Sti Lanka geht es nun mit Magnolia auf den nächsten Kontinent: Neuseeland.
So wie ihre Cousinen und der Rest der Familie fühlt sich Magnolia auf dem Familienanwesen in Cormwall ,, Blooming Hall" sehr wohl . Auch nach dem Tod von Albert und Rose Carter ist es ein geliebtes Zuhause, auch wenn die Besuche der 35 jährigen äußerst engagierten Umwelttechnikerin Magnolia aus London nicht mehr ganz so oft möglich sind. Da ihre Eltern Cedar und Maia schon lange in Amerika leben und arbeiten, ist es noch schöner , die Familienmitglieder in Cornwall zu sehen. Gerade als es Magnolias Mutter , die schon länger an Depressionen leidet, nicht gut geht , tut so ein Besuch gut. Als dort eine alte Quittung, ein Foto eines Kettenanhängers und ein Flugticket nach Neuseeland aufgefunden wird, kann es nur einen Zusammenhang mit Maia geben, die in Neuseeland bei Adoptiveltern aufgewachsen ist. Magnolia möchte herausfinden, was diese Unterlagen mit der Herkunft ihrer Mutter zu bedeuten haben. Ihr Chef unterstützt sie bei einer Reise nach Neuseeland, wo sie noch nie zuvor war. Er gibt ihr den Auftrag , sich mit seinem alten Bekannten Kyle zu treffen, der ebenfalls in einer Umweltschutzorganisation tätig ist, und sich dort die Arbeit im Umwelt- und Klimaschutz anzusehen. Kyle ,der in der Nähe von Queenstown ein Weingut betreibt, hilft ihr bei der Suche nach Hinweisen vor Ort und so ganz nebenbei lässt er ihr Herz höher schlagen. Was wird Magnolia herausfinden und ihrer Mutter damit zu einem Weg aus der Depression verhelfen?
Mit dem großartigen lebendigen und bildgewaltigen Schreibstil habe ich mich mit Magnolia auf eine packende, aber auch sehr berührende Suche nach den Wurzeln ihrer Mutter gemacht. Dabei konnte ich dank der großartigen Beschreibungen die Schönheit des Landes bewundern. Wie mit Magnolias Augen habe ich Queenstown, Dunedin, Rotorua und den Lagoon Scenic Walkway mit seiner imposanten Bergkette im Hintergrund direkt vor mir gesehen. Eine so tolle Landschaft, die ich eines Tages mit eigenen Augen genießen möchte.
In einem zweiten Erzählstrang bin ich tief in das Leben von Amiri in den 60er Jahren eingetaucht. Die junge Frau aus einem Maori-Stamm hat auf der Farm von Steve Mitchell gearbeitet. Ihre Erlebnisse , die weitreichende Folgen für ihr ganzes Leben haben, berührten und erschütterte mich gleichermaßen, rührten mich zu Tränen. Für ihre Stärke , dieses Schicksal zu ertragen, bewundere ich sie sehr. Durch Amiri und ihre Familie erhält der Leser hervorragend interessante Einblicke in die indigenen Traditionen und Lebenweise der Maori.
Magnolias Mut , sich auf die Suche nach der Wahrheit und die Herkunft ihrer Mutter Maia zu machen, hat Tessa Collins so packend und mitreißend, dabei einfühlsam und berührend , erzählt, daß ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Eine großartige Geschichte über Liebe und Verlust und die Kraft den eigenen Weg zu finden. In die Gedanken und Gefühle, sowohl von Magnolia als auch Amiri und weiteren Familienmitgliedern konnte ich mich durch die feinfühligen Beschreibungen jederzeit hineinversetzen.
Besonders erwähnen möchte ich die wunderschöne Gestaltung des Covers mit dem Farbschnitt, der mit den Magnolienblüten ein wahrer Augenschmaus ist. Es passt hervorragend zu den weiteren Bänden und bildet zusammen einen wunderbaren Blütenreigen.
Schon jetzt bin ich ganz gespannt, was mich im leider letzten Band der Reihe , Die Rosentochter " erwartet, wenn es im August 2026 mit Nara auf Spurensuche nach Namibia geht.
Von ganzem Herzen empfehle ich diese großartige Reihe von Tessa Collins, mit der man auf spannende und gefühlvolle Spurensuche von 5 Frauen auf 5 Kontinente reist.