Das Cover von The Secret Fiancee ist auch wieder in dem altbekannten Stil gehalten, so hat die Reihe Wiedererkennungswert, die Details sind allerdings in gelb gehalten, was der Geschichte eine individuelle Note gibt, denn gelb ist die Lieblingsfarbe der Protagonistin.
In mittlerweile fünften Band der Reihe bekommt Lexington (Lex) Windsor als letzter der Brüder seine Geschichte. Er möchte aber nicht von seiner Großmutter überrascht werden und hackt sich in ihren Server, um herauszufinden, wer genau seine Verlobte sein wird: Raya Lewis. Er sucht sie auf, denn er möchte herausfinden, wer sie unabhängig von der arrangierten Ehe ist. Sie verbringen eine gemeinsame Nacht, voll mit Wahrheit oder Pflicht, doch am nächsten Morgen ist sie verschwunden. Kurzerhand organisiert sich Lex einen Job an ihrer Uni, um mehr Zeit mit ihr verbringen und sie noch besser kennenlernen zu können. Doch was passiert, wenn Raya erfährt, dass er nicht nur ihr Professor, sondern auch ihr zukünftiger Ehemann ist?
Wie man es schon aus den vorherigen Bänden gewohnt ist, ist der Schreibstil von Catharina Maura auch hier wieder mehr als angenehm zu lesen. Durch die kurzen Kapitel, abwechslungsreiche Dialoge und die leichte und lockere Art lässt sich die Geschichte von Raya und Lex sehr gut lesen. Dadurch, dass auch beiden Perspektiven erzählt wird, bekommt man spannende Einblicke sowohl in Rayas als auch in Lexs Gedanken und Gefühle. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mir bei Lex aufgrund seiner Vergangenheit etwas mehr Tiefe und Aufarbeitung erhofft habe. Zwar wird seine Angst thematisiert, aber die Weiterentwicklung, die er macht, wird mir persönlich nicht deutlich genug auf der emotionalen Ebene dargestellt. Zudem kam ich mit einer seiner Entscheidungen nicht wirklich zurecht, in meinen Augen ist sein Verhalten absolut grenzüberschreitend und lässt keinen Raum für Privatsphäre, weshalb ich später Raya wiederum nicht nachvollziehen kann, denn ich könnte jemandem so eine Sache nicht so leicht verzeihen. Für mich wäre das eine absolute Red Flag, die hier als etwas Normales bzw. als etwas dargestellt wird, was man seinem Partner/seiner Partnerin verzeihen kann. Trotzdem möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass mir die Entwicklung der Beziehung der beiden bis zu diesem Wendepunkt in der Geschichte sehr gut gefallen hat und ich ihre Emotionen sehr gut nachvollziehen konnte. Man hat eben auch eine persönliche Entwicklung gesehen und hat mit ihnen mitfiebern können. Was mir auch in diesem Band wieder sehr gefallen hat, war der Umgang miteinander in der Familie Windsor und das Wiedertreffen der Protagonisten aus den anderen Bänden. Ich finde den Zusammenhalt der Familie und die bedingungslose Liebe zwischen ihnen immer wieder aufs Neue beeindruckend und möchte das hier nicht unerwähnt lassen.
Insgesamt hinterlässt die Geschichte in mir also zwiegespaltene Gefühle und es ist nicht mein liebster Band der Reihe geworden. Trotzdem freue ich mich nun auf den sechsten und finalen Band der Reihe und bin gespannt darauf, wie es der einzige Schwester Sierra mit Xavier ergehen wird, denn da wird schon in diesem Buch einiges an Potential eröffnet.