An einem regnerischen Herbsttag landet Maya zum ersten Mal in Deutschland, um ihre Tochter wiederzusehen, die sie seit fünfzehn Jahren nicht mehr gesehen hat - das Herz voller Sehnsucht, die Erinnerungen schwer. Zurückgelassen hat sie den Staub Kinshasas und die Wärme der Gebete im Kreis der »Mamans«. Die geliebte Tochter ist ihr fremd geworden: Längst erwachsen, kämpft sie im Exil um Zugehörigkeit, Würde und das Recht zu bleiben. Tastend nähern sich die beiden Frauen einander - zu viel ist in der langen Zeit der Trennung ungesagt geblieben. Zwischen dem Geschmack und dem Duft der Heimat entfaltet sich eine Geschichte von politischer Hoffnung, weiblicher Resilienz und dem Echo kolonialer Vergangenheit.