Dezentrale autonome Organisationen (DAOs) haben das Potential, einen neuen Meilenstein für Firmenstrukturen zu setzen. Die rein digitalen Organisationen werden nicht von Vorständen oder Managern geführt, sondern durch partizipative Prozesse oder Algorithmen gesteuert. Biyan Mienert zeigt Lösungen für die vielfältigen rechtlichen Fragestellungen - etwa in Gesellschaftsformen, Haftung und Anknüpfung im IPR - auf.
Dezentrale autonome Organisationen (DAOs) versprechen, einen neuen Meilenstein für Organisationsstrukturen zu setzen, indem sie es Gruppen durch die Nutzung von Smart Contracts ermöglichen, bestimmte Aktionen und Verhaltensweisen automatisch zu steuern und zu koordinieren, um auf diese Weise effizienter und transparenter zu arbeiten. Insofern stellen DAOs zentrale Merkmale eines Unternehmens wie die hierarchische Organisationsstruktur, die Trennung von Firmenmitgliedern und Marktteilnehmern sowie viele andere Punkte radikal infrage. Biyan Mienert untersucht, ob sich diese neue rein digitale Organisation in rechtliche Grundstrukturen einfügt und mit vorhandenen Gesellschaftsformen in Einklang gebracht werden kann oder ob sie grundlegende Veränderungen dieser Strukturen erfordert. Aufgeworfene Thesen werden hierbei nicht nur in der Theorie beleuchtet, sondern durch die technische und rechtliche Analyse praktisch tätiger DAOs überprüft.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Teil: Grundlagen Blockchain und dezentrale autonome Organisationen
A. Entwicklungsgeschichte und Funktionsweise der Blockchain
B. Grundlagen einer dezentralen autonomen Organisation
C. Wesentliche Thesen
2. Teil: Spannungsverhältnis technikbasierter und juristischer Regeln
A. Gründung einer DAO
B. Das Innenverhältnis der DAO
C. Das Außenverhältnis der DAO
D. Neue Gesellschaftsform für DAOs
E. Die Beendigung/Auflösung einer DAO
F. Streitbeilegung von DAOs mithilfe digitaler Jurisdiktionen
G. DAOs aus steuerrechtlicher Perspektive
H. Gesamtergebnis