Renate Bergmann hält sich ja nun mittlerweile mehr in Spreeweide auf als in Spandau und wurde sogar in den Gemeinderat gewählt, der nun nach der Wahl seine Arbeit aufnimmt.
Und da Renate ja immer was tun möchte, kümmert sie sich um den alten Dorfkrug, der vor sich hingammelt und früher mal eine Bräuteschule gewesen sein soll. Da könnte man doch ein tolles Café draus machen, was durch die Tochter des Bürgermeisters betrieben werden kann. Die sitzt mit ihrem Café in viel zu kleinen Räumlichkeiten.
Die Online-Omi geht ihr Vorhaben kann, mit den Waffeln einer Frau und viel Elan.
Dieser Band schließt zeitlich unmittelbar an den Vorgänger an, in dem unsere Renate ja in den Gemeinderat gewählt wurde. Und so erleben wir ihre Teilnahme an den ersten Gemeinderatssitzungen, in denen sie gleich mal mit Gekungel und Schmuh aufräumt. Das kann eine Renate Bergmann schließlich nicht zulassen und schon gar nicht gegenüber ihren Wählern verantworten.
Das war schon sehr humorvoll dargestellt und ich musste vor lauter Klischees gegen Frauen und besonders gegen ältere Frauen sehr schmunzeln. Und ich fand es natürlich auch beeindruckend, wie Renate sich da gegen die Ratsherren durchsetzt.
Und da Renate sich ja um alles in Spreeweide kümmern möchte, fällt ihr auf, dass der alte Dorfkrug, der früher mal Kuppelkrug genannt wurde, so vor sich hingammelt. Da sie ja mit Rebekka, der Tochter des Bürgermeisters, eine Wählergemeinschaft hatte und deren Kuchenboutique aus allen Nähten platzt, hat Renate eine Idee, die auch Rebekka helfen würde.
Sie versucht den Gemeinderat davon zu überzeugen, den alten Dorfkrug zu übernehmen und in ein Gemeindezentrum umzuwandeln. Rebekka könnte dann ihr Café dort in größeren Räumen und sogar mit Terrasse betreiben und es würde weitere Räumlichkeiten für die örtlichen Vereine und die Feuerwehr geben. So wäre doch allen geholfen.
Renate leistet wie immer gute Überzeugungsarbeit und betreibt mit ihren Freundinnen Ilse und Gertrud natürlich Recherchen in angesagten Cafés, damit auch alles auf den aktuellen Stand gebracht werden kann.
Und wie immer hat sie stets ein Körnchen in der Tasche, entweder um die Nerven zu beruhigen, wenn die Herrn Gemeinderäte mal wieder nicht hören wollen oder auch um im Magen gegen zu viel Torte vorzugehen.
Und dann begleitet sie natürlich akribisch die Umbau- und Renovierungsarbeiten im Dorfkrug, damit auch alles so wird, wie sie sich das vorgestellt hat. Damit hat sie ja schließlich schon Erfahrungen gemacht, damals beim Hausbau in Spreeweide.
Es war ein gewohnt unterhaltsamer und humorvoller Ausflug nach Spreeweide, in die dortige Lokalpolitik und auch in die Gastronomie.
Ich hatte wieder viel Spaß mit Renate, der Familie ihres Neffen und all ihren Freunden und vielen nostalgischen Erinnerungen!
Fazit: 4 von 5 Sternen
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