Serbien, 1930er Jahre: Unter jüdischen, serbischen, ungarischen, deutschen und kroatischen Verwandten wächst ein Junge auf, der zwischen dem Zuhause seiner Mutter in Zagreb und seines Vaters in der Wojwodina pendelt. Seine Welt ist geprägt von der scheinbaren Normalität einer vielstimmigen Gesellschaft. Doch in die endlosen Kindheitssommer dringt etwas Kaltes ein: Parolen werden lauter, Nachbarn wenden sich voneinander ab, der Antisemitismus zieht auf. Der erwachsene Erzähler weiß längst, worauf alles zuläuft: die Deportation nach Auschwitz und den Verlust fast seiner gesamten Familie. In seinem großen Familienpanorama bewahrt Ðor e Lebovic eine Welt, die unwiederbringlich verloren ist.