Dieses Buch ist ein bißchen wie ein Fiebertraum. Ein Livestream-Marathon mit Chili-Wettessen und anderen bizarren Aktionen, Stalker, Lügen und ganz viel Body-Horror. Was man der Autorin sehr zugute halten kann, ist ihr Schreibstil. Er ist flüssig, bildhaft und sie kann gut die Spannung halten. Und ihre Gesellschaftskritik zum Online-Verhalten, Social-Media und dem Gesundheitssystem in den USA kommt wirklich gut rüber.
Allerdings habe ich mich mit dem Buch doch stellenweise schwer getan. So ist das Buch zwar spannend aufgrund der vielen offenen Fragen, die aufploppen, aber eigentlich passiert nicht viel. So ist es eben auch etwas eintönig von der Handlung her. Klingt etwas schizophren, aber so war eben mein Eindruck. Und leider bin ich auch mit der Protagonistin Dell nicht so richtig warm geworden. Ihre selbstzerstörerische Art - die auch andere traf - hat sie mir einfach so unsymphatisch gemacht. Mir war auch nicht klar, ob die Autorin Mitleid mit ihr anregen wollten. Durch das Ende kann ich mir das kaum vorstellen. Das Ende selbst war auch nicht sehr überraschend, da es zwischendurch immer mal angeteasert wurde.
Mein Fazit: Ein Buch was zum nachdenken anregt, aber die Prota hat mir die Story ein wenig verleidet.