
Kein Futurismus ohne Primitivismus: So lautet die Maxime, wonach der Futurismus stets Technologiebegeisterung und archaische Ursprünge kombinierte. Wie aber funktioniert dieses scheinbar paradoxe Zusammenspiel im Werk vom futuristischen Gründungsvater Filippo Tommaso Marinetti? Thea Santangelo zeigt: Erst die Mischung aus teleologischen und nicht-teleologischen Zeitlichkeitsvorstellungen ermöglicht Marinettis Ideal der ewigen Erneuerung in Literatur, Kunst und Leben. Dieser temporale Primitivismus zieht sich als roter Faden durch sein gesamtes Werk und wird auf mehreren Ebenen eingehend untersucht. Die innovative Analyse von Vergangenheitskonstruktionen für Zukunftsimaginationen bietet ein vielversprechendes Forschungsinstrument.
Es wurden noch keine Bewertungen abgegeben. Schreiben Sie die erste Bewertung zu "Futurismus und Primitivismus" und helfen Sie damit anderen bei der Kaufentscheidung.