Unter welchen Voraussetzungen und in welcher Höhe kann ein Vertragsgläubiger von seinem Schuldner im Falle der Nichterfüllung vertraglicher Leistungspflichten Ersatz seines Leistungsinteresses verlangen? Kann er sich dabei auf Beweiserleichterungen stützen? David Philipp Paulus behandelt diese bis heute hochumstrittenen Fragen und entwirft ein System sowohl der Abgrenzung als auch der Voraussetzungen der verschiedenen Schadensersatzkategorien im Leistungsstörungsrecht.
In the event of non-fulfilment of contractual performance obligations, under which conditions and at what level can a creditor demand compensation from a debtor? And can alleviating the burden of proof be counted on by the creditor in such cases? David Philipp Paulus deals with these perennial bones of contention to develop a system that accommodates both the delimitations and prerequisites of the various categories of compensation in breach of contract law. David Philipp Paulus beschäftigt sich mit den Voraussetzungen und Rechtsfolgen einer Ersatzfähigkeit des Erfüllungsinteresses. Unter Rückgriff auf die oft in Vergessenheit geraten(d)en dogmatischen sowie historischen Grundlagen des Leistungsstörungsrechts, die teilweise noch im gegenwärtigen Recht fortwirken, versucht der Autor ein dogmatisch stringentes System sowohl der Abgrenzung als auch der Voraussetzungen der verschiedenen Schadensersatzkategorien im Leistungsstörungsrecht zu entwerfen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Rechtsfolgenseite, d. h. der Berechnung des (v. a. früher sog.) Nichterfüllungsschadens. Denn da das bürgerlich-rechtliche Schadensrechtlediglich am Ersatz des Integritäts- und nicht des (positiven) Leistungsinteresses ausgerichtet ist, bedarf die Berechnung des Schadensersatzes statt der Leistung einer differenzierten Anwendung (und auch Modifizierung) der
249 ff. BGB, insb. hinsichtlich der Zulässigkeit und Grenzen einer - faktisch den Regelfall bildenden - abstrakten Schadensberechnung.