"Sister, Sister" von Emily R. Austin ist ein Roman, den ich nicht leicht zu lesen fand.
Das Buch erzählt die Geschichte zweier Schwestern, deren Nähe man nur leicht zwischen den Zeilen findet, sie selber sehen sich nicht als einander nahestehend.
Im ersten Teil des Buches schreibt Sigrid Briefe, Abschiedsbriefe, durch die wir sie besser kennenlernen. Das sind tiefgehende Gedanken, aber auch Kleinigkeiten, Belanglosigkeiten, es sind Augenblicke, aus denen sich ein Leben zusammensetzt.
Das Thema an sich ist schon schwer und durch die Gedanken der Schwestern werden noch mehr schwere Themen angesprochen und verarbeitet. Nicht immer konnte ich Gedanken und Handlungen nachvollziehen, aber immer wurde es erklärt.
Die Schwestern hatten eine schwierige gemeinsame Kindheit, die eine hat sich mit aller Macht angepasst, die andere immer sich aufgelehnt und gekämpft. Beide wirken auf mich unverstanden und verloren.
Das Buch ist nicht nur traurig, es gibt auch viel Hoffnung und eine Perspektive.
Hier werden sehr schwierige Themen, in der Familie, der Politik, der Einstellung, ohne Selbstmitleid und auch mit einer Prise schwarzen Humors, angesprochen. Für mich war es keine leichte Lektüre.